04.02.2019

Destacado wurde mit dem Weltmeyer-Preis ausgezeichnet. Sein Züchter Heinrich Gießelmann (rechts) nahm den Ehrepreis entgegen, Matthias Alexander Rath präsentierte den Fuchs in der Niedersachsenhalle. Foto: Hannoveraner Verband

Zucht

Junghengste

Weltmeyer- und Stakkato-Preise vergeben.

Hannovers beste jungen Hengste werden mit dem Weltmeyer- bzw. Stakkato-Preis ausgezeichnet. Der Weltmeyer-Preis geht in diesem Jahr an die Dressurhengste Despacito, Destacado, Dostojewski, Finnigan und So Unique. Bei der Privathengstschau in Verden wurden die Züchter der drei Erstgenannten geehrt. Finnigan und So Unique konnten nicht nach Verden kommen, ihre Züchter erhalten die Auszeichnung zu einem späteren Zeitpunkt. Über den Stakkato-Preis freute sich in der vollbesetzten Niedersachsenhalle der Züchter von Stakkolensky – passenderweise ein Sohn des Namensgebers dieser prestigeträchtigen Trophäe. Diese Nachwuchsvererber zählen zu den erfolgreichsten Junghengsten Deutschlands und haben dies eindrucksvoll bei ihren Prüfungen unter Beweis gestellt.

 

Der Don Nobless/Sandro Hit-Sohn Despacito (Z.: Josef und Karl-Heinz Rudde, Ahaus) von der Station Ingo Pape, Hemmoor, wurde im vergangenen Jahr in Verden als Hannoveraner Champion der dreijährigen Hengste gefeiert und kehrte aus Warendorf als Vize-Bundeschampion heim. Bei seinem 50-Tage-Test in Schlieckau war der strahlende Rappe mit der Endnote 8,56 bester Hannoveraner. Dem kaum nach stand der ein Jahr ältere Dostojewski v. De Niro/Latimer (Z. u. Bes.: Burkhard Wahler, Klosterhof Medingen), der in Schlieckau mit der Endnote 8,55 Despacito dicht auf den Fersen war. Bereits sechs Jahre alt und mit internationalen Meriten ausgestattet ist Destacado v. Desperados/Londonderry (Z.: Heinrich Gießelmann, Barver, Station: Gestüt Schafhof, Kronberg/Ts.). Als Prämienhengst verließ der bewegungsstarke Fuchs 2015 die Verdener Körung, wurde ein Jahr später Bundeschampion in Warendorf und setzte seine Erfolgsserie eindrucksvoll mit dem Titel des Vizeweltmeisters der fünfjährigen Dressurpferde fort. In Ermelo/NED saß Matthias Alexander Rath in Destacados Sattel. Vor drei Monaten wurde dem Hengst in der Niedersachsenhalle bereits eine ganz besondere Auszeichnung zuteil: Er erhielt für seinen Sportnamen den Zusatz „FRH“ des Hannoveraner Fördervereins.

 

Aus den Reihen des Landgestüts Celle kommt der Floriscount/Don Schufro-Sohn Finnigan (Z.: Cordula Mohr, Wismar). Der 2013 geborene Dunkelfuchs überzeugte mit seinen Qualitäten bei den Sportprüfungen in Verden (Teil I) und München-Riem (Teil II). Mit sehr guten Noten in allen Merkmalen gehörte er zu den Besten des Prüfungsjahrganges. Bereits in den ersten Jahren seines Deckeinsatzes erfreut er sich großer Beliebtheit bei den Züchtern. Ein echter Siegertyp ist der Rheinländer So Unique v. Sezuan/Donnerhall (Z.: Wilhelm Klausing, Diepholz, Bes.: Helgstrand Dressage, Vodskov/DEN). Beim Hengstmarkt war er als Prämienhengst aus bestem hannoverschen Mutterstamm der begehrteste Vertreter des Jahrgangs 2015 gewesen. In Warendorf wurde er souverän Bundeschampion, bevor er in Dänemark den 35-Tage-Test gewann.

 

Der Stakkato-Preis für den besten jungen Springhengst ging an Stakkolensky v. Stakkato/Cornet Obolensky (Z.: Karl-Henning Rollwage, Bockenem, Station: Gestüt Lichtenmoor, Heemsen). Bei seinen beiden Sportprüfungen in Verden erhielt der Fuchs Höchstnoten, die Gesamtnote erreichte mit 9,04 und 9,17 traumhafte Werte. Dass er die Theorie auch in die Praxis umsetzen kann, bewies Stakkolensky bereits im Sport. Vier Siege in Springpferdeprüfungen der Klassen A und L gingen schon auf sein Konto.